Was ist Patch-Management

Patch-Management ist mehr als nur das Einspielen von Softwareupdates. Es ist eine strategische Komponente der IT-Sicherheit, die den ständigen Fluss an Sicherheitslücken und Softwarefehlern adressiert, die nach der Markteinführung einer Software auftreten. Ein Patch – oder in der Umgangssprache auch „Flicken“ – ist die gezielte Behebung eines solchen Fehlers, um eine Sicherheitslücke zu schließen und somit den Erfolg von Malware-Angriffen zu verhindern.

Die Wichtigkeit von Patch-Management sollte nicht unterschätzt werden. In einer sich ständig weiterentwickelnden digitalen Welt bleibt die Anzahl der neu entwickelten Schadprogramme auf einem konstant hohen Niveau, ebenso wie die Zahl der betroffenen Unternehmen. Angriffsszenarien, wie Meltdown und Spectre oder die Ransomware WannaCry, verdeutlichen die essenzielle Rolle, die Sicherheits-Updates bei der Absicherung der eigenen Hard- und Software spielen. Viele Unternehmen sind jedoch in punkto Updates nicht auf dem neuesten Stand, obwohl Softwarehersteller bemüht sind, fehlerfreie und sichere Programme zu veröffentlichen. Während des gesamten Produktzyklus sind Aktualisierungen und Patches erforderlich.

Aufgaben und Prozess des Patch-Managements

Der Prozess des Patch-Managements beginnt mit einer regelmäßigen Bestandsaufnahme des IT-Inventars. Es ist essenziell, einen Überblick über alle Endpoints im Netzwerk, wie Laptops, Desktops, Server und andere Geräte, sowie der darauf installierten Software zu haben. Ist das Inventar vollständig erfasst bzw. aktualisiert gilt es stets über Update- und Patchzyklen sowie aktuelle Sicherheitslücken und andere Sicherheitsrisiken der eingesetzten Software auf dem Laufenden zu bleiben. Nachdem Informationen über (demnächst) veröffentlichte Patches und Updates eingeholt wurden, beginnt die Planungsphase, bei der die Schwachstellen bewertet und festgelegt wird, ob und wann welche Patches installiert werden. Die Patches werden idealerweise mit Hilfe einer zentralen Plattform unternehmensweit installiert und überwacht. Der Erfolg der Installationen kann durch Reports überprüft werden.

Die Schritte im Patch-Management

  1. Regelmäßige Bestandsaufnahme des Inventars: Um Ordnung im System zu halten und Updates effizient zu verwalten, ist ein Überblick über alle Endpoints im Netzwerk, also Laptops, Desktops, Server und weiterer Geräte sowie der darauf installierten Software erforderlich.

  2.  Sammeln von Informationen: Ist das Inventar vollständig erfasst bzw. aktualisiert, ist es entscheidend, über Update und Patchzyklen sowie aktuelle Sicherheitslücken und andere Sicherheitsrisiken der eingesetzten Software auf dem Laufenden zu bleiben.

  3. Bewertung der Patches und Planung: Nachdem Informationen über (demnächst) veröffentlichte Patches und Updates beschafft wurden, beginnt die Planungsphase. Dabei werden die Schwachstellen bewertet und festgelegt, ob und wann welche Patches installiert werden.

  4. Verteilung und Reporting: Idealerweise werden die Patches mit Hilfe einer zentralen Plattform unternehmensweit installiert und überwacht. Der Erfolg der Installationen kann durch Reports überprüft werden.

Die Vorteile der Automatisierung von Patch Management

Im Rahmen der IT-Sicherheit ist die Automatisierung von Routineaufgaben ein Schlüsselaspekt, um das IT-Sicherheitsniveau zu erhöhen und die Kosteneffizienz der Unternehmens-IT zu steigern. Durch die Verwendung von Patch-Management-Software können IT-Administratoren von aufwendigen, manuellen Routineaufgaben entlastet werden. Dies schafft Freiräume für die eigentlichen Aufgaben hochqualifizierter IT-Spezialisten. Unified EndPoint-Management-Lösungen unterstützen den gesamten Patch Management Prozess. So wird bei der Inventarisierung Hardware automatisch erfasst, installierte Software, Dienste und Prozesse erkannt und verwaltet.

Die Bedrohung durch Datenverstöße und die Rolle des Patch-Managements

Mit der zunehmenden Digitalisierung unserer Welt steigt auch die Anzahl der Datenverstöße. Laut Statista gab es im Jahr 2022 in den USA 1.802 Fälle von Datenverstößen, bei denen über 422 Millionen Menschen betroffen waren. Diese alarmierenden Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit eines effektiven Patch-Managements, um Sicherheitslücken zu schließen und die Daten von Unternehmen und Einzelpersonen zu schützen.

Die finanziellen Auswirkungen von Datenverstößen können verheerend sein. Neben den direkten Kosten für die Behebung des Verstoßes und die Wiederherstellung der Datensicherheit können Unternehmen auch indirekte Kosten in Form von verlorenem Geschäft, Reputationsschäden und möglichen rechtlichen Strafen tragen. Ein effektives Patch-Management kann dazu beitragen, diese Kosten zu minimieren, indem es Sicherheitslücken schließt, bevor sie ausgenutzt werden können.

Manche Branchen sind anfälliger für Datenverstöße als andere. Im Jahr 2022 waren Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und Fertigung die drei Branchen, die die meisten Datenverstöße verzeichneten. In diesen Branchen ist ein effektives Patch-Management besonders wichtig, um die Sicherheit sensibler Daten zu gewährleisten.

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